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20 05 12 Header WasteWatcher

Waste Watcher

Umfrage zum Thema Waste Watcher

Im Rahmen eines Projektes der Hochschule für Polizei und Verwaltung des Landes NRW (HSPV NRW), Studienort Hagen, soll die Frage "Wie sauber ist Hagen? Auswirkungen der Arbeit der Waste Watcher" betrachtet werden. Dazu gehört auch die Frage, wie die Hagener Bürgerinnen und Bürger zu den "Waste Watcher" stehen.

Der Zeitaufwand zur Teilnahme beträgt ca. drei Minuten. Zielgruppe der Umfrage sind die Hagener Bürgerinnen und Bürger. Die Umfrage ist bis zum 29. Mai 2020 online.

Hier geht es zur Umfrage.

 

Die Waste Watcher

Seit April 2019 sagen sie Müllsündern in Hagen den Kampf an und längst sind sie aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken: Die Waste Watcher. 16 Mitarbeitende sind an 365 Tagen im Jahr und in zwei Schichten pro Tag in Zweier-Teams unterwegs, um illegale Müllablagerungen zu finden und dem Littering in der Stadt dem Kampf anzusagen. Die einzelnen Teams bestehen aus jeweils einem Mitarbeiter des HEB und einem Kollegen des Ordnungsamtes. Das zweijährige Pilotprojekt folgt dem Beispiel der Waste Watcher aus Wien und Hamburg und hat sich recht schnell zu einem Erfolgsprojekt entwickelt.

Detektivarbeit und Entsorgung

Aufgabe der Waste Watcher ist es, illegale Müllablagerungen zu finden, die auf der täglichen Tour aufgespürt oder über den Mängelmelder der Stadt Hagen gemeldet wurden. Vor Ort wird dann nach Hinweisen gesucht, um den Verursacher zu finden. Die Beweise reichen von liegen gelassenen Kontoauszügen bis hin zu Krankmeldungen oder Schulheften. Häufig erhalten die Waste Watcher auch Hinweise von Nachbarn, auf die unsere Teams aktiv zugehen oder auch selbst angesprochen werden. Und selbst wenn kein Verursacher gefunden wird, zeigen die Maßnahmen Wirkung, denn die Anwohner realisieren, dass nun verstärkt an der Stadtsauberkeit gearbeitet wird.

Da Ablagerungen auch weiteren Müll anlocken, nehmen die Waste Watcher den Abfall nach der Beweisaufnahme direkt mit. Alles, was nicht auf die Ladefläche der Elektrofahrzeuge passt, wird im Nachgang von der Sonderkolonne der Straßenreinigung oder – in größeren Fällen – von der Sperrmüllabfuhr abgeholt. Im Jahr 2019 wurden auf diese Weise über 13.000 sogenannte „Wilde Kippstellen“ aufgespürt und der Abfall zur Entsorgung abtransportiert.

Öffentliche Präsenz und souveränes Auftreten

Ist ein Müllsünder gefunden, wird vom Ordnungsamt ein Bußgeld ausgesprochen. In erster Linie geht es den Waste Watchern jedoch darum, Präsenz zu zeigen, auf die Müllsünder zuzugehen und somit für eine langfristige Verhaltensänderung zu sorgen. Regelmäßig führen die Waste Watcher Gespräche mit den Verursachern illegaler Müllablagerungen oder sprechen beispielsweise „Kippenschnipper“ direkt an. Vielen Menschen sind die Konsequenzen ihres Handelns für Mensch und Natur teilweise gar nicht richtig bewusst. Hier klären die Waste Watcher auf. Wer sich allerdings uneinsichtig zeigt, wird mithilfe eines Bußgelds belehrt.

In Sachen Kommunikationsstrategien, deeskalierendem Verhalten und Abfallrecht haben die Waste Watcher vor Antritt ihres Dienstes eine spezielle Schulung erhalten, um auf jede entstehende Situation angemessen reagieren zu können. Mit einer guten Menschenkenntnis und einem ruhigen Auftreten wird dafür gesorgt, dass die Kontakte in einem freundlichen Beratungsgespräch zum verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen münden und sich die Ordnungswidrigkeit nicht wiederholt. Sollte es dennoch einmal zu brenzligen Situationen kommen, rufen die Teams die Polizei zur Hilfe – das ist aber recht selten der Fall. Die Zusammenarbeit der Ordnungspartner funktioniert für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend.

Positive Resonanz und klare Außenwirkung

Die Bilanz der Waste Watcher im ersten Einsatzjahr konnte sich durchaus sehen lassen: Im Zeitraum von April bis Dezember 2019 wurden etwa 150 Tonnen Müll eingesammelt, dies entspricht dem Volumen von etwa 15 bis 17 Müllwagen. Hinzu kommen Bußgelder in Höhe von rund 90.000 Euro. Im ersten Quartal 2020 fanden die Waste Watcher bereits über 4.500 Kippstellen im Stadtgebiet. Dabei wurden über 1.000 Adressen von Verursachern gefunden.

Doch Zahlen sind die eine Sache, auf der anderen Seite steht die positive Resonanz der Bürgerinnen und Bürger. Dies zusammen zeigt, dass die Präsenz der Waste Watcher wahrgenommen wird – und eine positive Auswirkung auf die Sauberkeit der Stadt Hagen hat.

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