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Falke

Tierische Bewohner der MVA

Artenschutz: Erfolgreiche Zusammenarbeit von HEB und NABU (Naturschutzbund)

Seit Jahren unterstützt der HEB die Arbeit des Naturschutzbundes Hagen zur Rettung der bedrohten Wanderfalken. Hierfür wurde ein artgerechter Nistkasten an dem Schlot der MVA angebracht. Jedes Jahr im Frühjahr, wenn die Mitarbeiter der MVA die schrillen Schreie der Falkenpärchen vernehmen, die sich den Schlot als Brutplatz gewählt haben, werden die Männer vom NABU benachrichtigt. Diese rücken dann an und steigen mit Helmen und Harnisch, gemeinsam mit den sportlichsten der MVA-Mitarbeiter hinauf zum Brutkasten. Dort werden die Jungvögel auf ihren Gesundheitszustand überprüft und beringt. Über die guten Brutergebnisse freuen sich nicht nur die NABU-Aktivisten. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beobachten während der Brutzeit die Geschehnisse auf dem Schlot. Etwas heikel wird es, wenn die Jungvögel das erste mal die Schwingen ausprobieren. Da landet der ein oder andere schon einmal unsanft auf dem Gelände der MVA. Doch ernsthaft verletzt hat sich noch kein Vogel.

                                         Das Foto zeigt die beiden Jungvögel aus dem Jahr 2015.

Jedes Jahr im Frühling wagt ein Mitglied des Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) den Aufstieg auf den Schlot der Müllverbrennungsanlage Hagen. Dort oben werden die Jungvögel der neuen Brut vermessen und anschließend beringt.

Das Foto zeigt die beiden Jungvögel aus dem Jahr 2016. Es handelt sich hierbei um ein Weibchen und ein Männchen im Alter von 28-32 Tagen.

Hintergrund:

Im April 2007 nistete das erste Brutpaar seit 1956 auf Hagener Stadtgebiet, in dem Nistkasten auf dem neuen Kamin der MVA in 86 Metern Höhe. Mit großem Erfolg: Die drei Jungweibchen entschlüpften ihren Eiern und starteten Anfang Juni 2007 mit mutigen Flügelschlägen aus ihrer hohen Kinderstube ins Abenteuer Leben.
Von dieser bedrohten Art wurde noch im Jahr 1992 kein einziges Brutpaar mehr in NRW gesichtet. Heute leben dank intensiver Bemühungen von Vogelschützern wieder 80 Paare in NRW, davon zwei in Hagen. Besonders beliebt sind bei den Tieren Industrieanlagen, wo sie ungestört ihre Jungen aufziehen können - wie bei uns am Schlot der Müllverbrennungsanlage.